Kempten, Doppelstadt im Allgäu

Kempten, Doppelstadt im Allgäu

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Die heutige Stadt Kempten war weit bis in das 19. Jahrhundert zweigeteilt. Die ehemalige Reichsstadt Kempten und das Fürststift Kempten mit eigenem Stadtrecht im Westen der Stadt, war seit Jahrhunderten durch eine hohe Stadtmauer getrennt.  

Die Grundstruktur der beiden nebeneinanderliegenden Stadtzentren ist auch heute noch gut zu erkennen. Kempten zählt zu den ältesten Städten in Deutschland. Die Stadt wird von dem griechischen Geografen Strabon in einem antiken Dokument aus dem 18 n. Chr. unter dem Namen "Polis Cambodunum" schriftlich erwähnt.  

Sehenswürdigkeiten in Kempten  

Die Doppelstadt verfügt über einige historische Sehenswürdigkeiten, die allesamt denkmalgeschützt sind. In der Altstadt und früheren Reichsstadt findet man ältere Bauwerke als in der barockgeprägten Neustadt, dem früheren Fürststift, z.B. die 690 Meter hohe Burghalde mit dem Allgäuer Burgmuseum. Das Gelände in der Altstadt, auf dem sich die Ruinenreste der gleichnamigen Veste befinden, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. 

Im Museum erfährt der Besucher allerlei Wissenswertes über die Entwicklungsgeschichte der Allgäuer Burgen vom 12./13. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Sehenswert ist auch das historische Rathaus und die ehemalige fürstäbtliche Residenz mit dem Hofgarten und der Orangerie. 

Das Rathaus aus dem Jahr 1368 wurde mehrmals umgebaut. Im Inneren sind neben ornamentale Malereien auch figürliche Darstellungen zu sehen. Vor dem Rathaus steht ein achteckiger Laufwasserbrunnen mit dem bronzenen Standbild eines römischen Feldherrn im Zentrum.  

Den Mittelpunkt des ehemaligen Fürststift Kempten bildeten der monumentale Klosterkomplex, die fürstäbtliche Residenz und die Stiftskirche St. Lorenz. 1803 wurden Kloster und Fürststift aufgelöst. Die prunkvollen Räume der ehemaligen fürstäbtlichen Residenz können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die ehemalige Benediktinerstifts-Kirche, heute die Basilika St. Lorenz, ist ein Paradebeispiel beeindruckender Kirchenbaukunst. Das fünfjochige Langhaus ist über 40 Meter lang, das Mittelschiff mehr als 16 Meter hoch.  

Die beiden Türme messen jeweils 65 Meter. Eine weitere imposante Kirche ist die evangelische Stadtpfarrkirche St. Mang. Sie beherbergt in ihrem Inneren einen ganz besonderen Schatz: ein Hochaltar mit wunderschöner geschnitzter Abendmahl- und Kreuzigungsgruppe, der sogar mit einer Goldmedaille auf der Weltausstellung ausgezeichnet wurde.  

Nicht nur der Altar, auch viele schöne Fresken, aufwändige Stuckarbeiten, farbige Chorfenster und eine Kanzel aus dem Jahr 1608 ergänzen die prachtvolle Innenausstattung der Kirche.  

Eine nicht auszulassende Sehenswürdigkeit für historisch Interessierte ist der archäologische Park Cambodunums mit Überresten und Nachbauten der römischen Landstadt Cambodunum.

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