Der Obersalzberg – ein ganz besonderer Ort deutscher Geschichte

Der Obersalzberg – ein ganz besonderer Ort deutscher Geschichte

Obersalzberg

Kaum ein Ort in Bayern wird so unterschiedlich wahrgenommen wie der Obersalzberg. Denn zum einen ist der Berg im äußersten Südosten des Freistaates selbst ein Ort dunkler deutscher Geschichte.

Zum anderen gehören der Obersalzberg sowie der gleichnamige Ferienort mit seinen knapp 8.000 Einwohnern zu einem der berühmtesten und schönsten Tourismusgebiete ganz Deutschlands. Der ca. 1.000 m hohe Vorberg des Kehlsteins ist dabei höchst malerisch in die grandiose hochalpine Landschaft der Berchtesgadener Alpen eingebettet.

Schnell werden Sie feststellen, dass die traumhafte Umgebung Ihnen unzählige Freizeitmöglichkeiten bietet. Erkunden Sie z. B. das wunderschöne Berchtesgaden, auf dessen Gemeindegebiet Berg und Ferienort liegen, erwandern Sie den Hohen Göll, das Steinerne Meer und den Watzmann oder machen Sie einen Schiffausflug auf dem Königssee.

Mit der grandiosen Rossfeld-Panoramastraße (mautpflichtig) können aber auch die motorisierten Ferienhaus-Urlauber die imposante Gebirgswelt perfekt genießen. In der kalten Jahreszeit bietet zudem das Familienskigebiet Rossfeld jede Menge Wintersportvergnügen.

Als Kontrastprogramm informieren Sie in dem Museum ‚Dokumentation Obersalzberg‘ unterschiedliche Ausstellungen über die Geschichte des Obersalzberges in Nazi-Deutschland. Anschließend ist der Besuch des berühmten Kehlsteinhauses mit Berggaststätte ein Muss! Eine weitere Attraktion ist das unterhalb des luxuriösen Kempinski-Hotels gelegene Adler- und Wildtiergehege.

Von der einsamen Hochgebirgssiedlung zum ‚Führersperrgebiet’

Die wechselvolle Geschichte des Obersalzberges begann in den 1870er-Jahren, als die einsame Hochgebirgssiedlung mit dem aufkommenden Fremdenverkehr zahlreiche prominente Gäste anzog und den modernen Tourismus in Deutschland mitbegründete.

Der umwälzende Einschnitt geschah dann ab 1933, als der Obersalzberg zum ‚Führersperrgebiet’ wurde und Adolf Hitler das ‚Haus Wachenfeld’ in den repräsentativen ‚Berghof‘ zu seiner Zweitresidenz umwandeln ließ. Zeitgleich entstanden zahlreiche Neben- und Repräsentationsgebäude – u. a. das noch heute erhaltene ‚Kehlsteinhaus’. Im Gegensatz dazu wurde das weit verzweigte Bunkersystem, das teilweise zu besichtigen ist, erst mit den deutschlandweiten Luftangriffen der alliierten Streitkräfte ausgebaut.

Nach dem massiven Bombenangriff im April 1945, bei dem außer dem Kehlsteinhaus alle Gebäude des Führersperrgebiets schwer beschädigt wurden, nutzten die US-Streitkräfte das Gelände in der Nachkriegszeit als Erholungszentrum. Nach deren Abzug entstanden im Jahre 1999 die ‚Dokumentation Obersalzberg’ und im Jahre 2005 das InterContinental Berchtesgaden Resort, das heutige Kempinski Hotel Berchtesgaden.

Die ‚Dokumentation Obersalzberg’, die direkt neben dem Parkplatz und der Busabfahrtsstelle zum Kehlsteinhaus liegt, sollten Sie nicht verpassen. Eine spannende Dauerausstellung informiert hier nämlich über die Geschichte des Obersalzbergs sowie die Geschichte des Nationalsozialismus.

Video: Obersalzberg Now & Then: the Mountain Retreat of Adolf Hitler

Ständig wechselnde Sonderausstellungen und Vorträge ergänzen die sehenswerte Dokumentation. Die angebotenen Führungen dauern ca. 90 Minuten. Die Adresse (Salzbergstraße 41, 83471 Berchtesgaden) erreichen Sie mit dem Auto oder dem Zug. Sie fahren zunächst bis Berchtesgaden Hauptbahnhof, von dort nehmen Sie die RVO-Buslinie 838 bis zur Haltestelle Dokumentation. Öffnungszeiten sind von April bis Oktober, montags bis sonntags von 9.00-17.00 Uhr, und von November bis März, dienstags bis sonntags von 10.00-15.00 Uhr.

Sind Sie auf dem Obersalzberg, dann darf selbstverständlich der Besuch des Kehlsteinhauses, das übrigens zu den Top 100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands gehört, auf keinen Fall fehlen. Auf einer Höhe von über 1.800 m bietet das Gebäude, in dem seit 1952 eine Berggaststätte geführt wird, einen einzigartigen, bis zu 200 km weiten Panoramablick auf die Berchtesgadener Bergwelt sowie die Umgebung von Salzburg.

Zum Ziel der Begierde gelangen Sie mit Spezialbussen der Kehlsteinlinie vom Parkplatz Obersalzberg aus. Die 6,5 km lange Kehlsteinstraße überwindet dabei 700 m Höhenunterschied – schöne Ausblicke inklusive.

Vom Buswendeplatz können Sie dann entweder zu Fuß über einen schmalen asphaltierten Weg mit mehreren Serpentinen und etliche Treppenstufen emporsteigen oder – ganz besonders komfortabel – mit dem Kehlsteinlift 125 m in die Höhe steigen.

Die verspiegelte und mit Messing verkleidete Kabine befördert Sie dabei in knapp 40 Sekunden durch das Berginnere direkt in das Vestibül des Kehlsteinhauses. Um das Kehlsteinhaus herum bieten sich dann etliche schöne Wanderungen an, z. B. der 75-minütige Kehlstein-Rundweg zum Kehlstein-Gipfelkreuz.

Tipp: Bitte beachten Sie, dass das Kehlsteinhaus im Winter geschlossen ist, und die Buslinie je nach Witterung nur von Anfang Mai bis Ende Oktober betrieben wird. Die Kehlsteinstraße selbst ist für den Individualverkehr generell gesperrt.

Deutschlands höchste Panoramastraße

Ganzjährig können Sie hingegen Deutschlands höchstgelegene Panoramastraße in 1.600 m Höhe befahren – die Rossfeld-Panoramastraße. Von den beiden Auffahrten führt die Südauffahrt über Obersalzberg zur Mautstelle Süd, die Nordauffahrt über Oberau zur Mautstelle Nord.

Die berühmte Erlebnisstraße bietet auf ihrer gut 15 km langen Strecke zahlreiche Aussichtspunkte mit wahrhaft atemberaubenden Ausblicken u. a. auf das mächtige Bergmassiv des Hohen Göll und den Kehlstein, auf die Berchtesgadener Alpen mit Watzmann und Hochkalter, das Tennen- und Hagengebirge sowie auf das Salzachtal und Salzburg.

Und auch die Salzburger Alpen, der Dachstein sowie das Tote Gebirge sind zu sehen. Egal, ob Sie mit dem Auto oder mit dem Motorrad unterwegs sind, die teilweise auch auf österreichischem Gebiet verlaufende Panoramastraße beschert Ihnen unvergessliche Eindrücke.

Außerdem ist sie der ideale Ausgangspunkt für Bergwanderungen und wartet darüber hinaus mit Skiliften, z. B. im Familienskigebiet Rossfeld, sowie etlichen Einkehrmöglichkeiten auf. Die Adresse lautet: Rossfeldstraße 150, 83471 Berchtesgaden.

Möchten Sie in Ihrem Bayern-Urlaub den Obersalzberg und seine Umgebung noch intensiver erkunden, dann bringt Sie eine einzigartige historische Luftseilbahn zu den wichtigsten Ausgangspunkten: die 1949 erbaute, im Sommer wie Winter täglich betriebene Obersalzbergbahn. Von der auf 530 m Höhe liegenden Talstation, der Mittelstation auf 770 m Höhe und der auf 1.020 m Höhe gelegenen Bergstation sind jede Menge reizvoller Ausflugsziele erreichbar.

Dabei verlocken die unterschiedlichsten Alpengasthöfe und Almen zum Einkehren. Im Winter erreichen Sie von der Bergstation die mit 3,5 km längste und faszinierendste Naturrodelbahn Berchtesgadens. Tierliebhaber sollten zudem das direkt unterhalb des Kempinski Hotels gelegene Adler- und Wildtiergehege Obersalzberg besuchen, in dem Sie neben Adlern, Falken, Uhus und Bussarden auch andere Wildtiere, wie Murmeltiere, Kreuzottern und Fische aus nächster Nähe bewundern können.

Einige der Raubvögel haben sogar in Filmen und Fernsehserien mitgewirkt, z. B. bei ‚Forsthaus Falkenau’, ‚Die Geierwally’ oder ‚Schloss Hubertus’. Das Adlergehege Obersalzberg befindet sich in Hintereck 9, 83471 Berchtesgaden.

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